Schrauben & Co.
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Schrauben & Co. - Seite 1 Schrauben & Co. - Seite 2
2T Ölpumpe Einstellung und Entlüftung Runner 170 Cup-Version
Anzugsmomente Schaltplan 2 & 4 Takter
Auspuff - Demontage 

Sitzbanköffnung

Bremsbelagwechsel Scheibe techn. Daten
Bremsbelagwechsel Trommel Variomatik
Gabelumbau Variorollen
Gabel - Explosionszeichnungen Variomatik - Demontage
Getriebe Vergasertechnik
Hinterrad - Demontage Wartungsarbeiten 2 & 4 Takter
Kabelbaumschutz Werkstatthandbuch
Keilriemen - Verschleißgrenze Winterschlaf
Kühlsystem - Entlüftung Zündzeitpunkt
Kupplung - Demontage Zündkerze
Kupplung & Kupplungsfedern
Problemdiagnose Motor

Für weitere Beitragsvorschläge bin ich jederzeit offen. Sendet mir einfach eine Mail.

Selbstverständlich kann ich keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben geben.

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Runner 170 Cup-Version

Neulich bin ich auf die Daten der Cup-Version des Runner gestoßen. Ob die Angaben alle so stimmen kann ich natürlich nicht garantieren.

Roller Gilera Hauptdüse 110
Modell Runner 180 Nebendüse 45
Motor Standard ZAPM08 Zerstäuber AQ266
Zylinder 173ccm Malossi Nadel D30
Ansauggummi Malossi Auspuff Malossi
Membran Malossi Carbon Riemen Malossi - Kevelar
Kurbelwelle Standard Gewichte Malossi 10.0g
Zündung Standard Übersetzung Malossi
Vergaser 25mm Dell´Orto PHBL Kupplung Malossi Federn blau
Sonstiges - kein Fräsen notwendig, Luftfilter Malossi, hohes Ansauggeräusch

 

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Schaltplan 2 & 4 Takter

Mit einem klick auf die nachfolgenden Links, könnt Ihr Euch den Schalplan des Gilera Runner 125/180 ansehen bzw. herunterladen.

2 Takter 4 Takter
Schaltplan Schaltplan
Bezeichnungen Bezeichnungen

Zum Download: Mauszeiger auf den Link setzten - rechte Maustaste - Ziel speichern unter - Verzeichnis auf der lokalen Festplatte auswählen. Für das Betrachten des Schaltplanes benötigt Ihr einen *.pdf Reader. Wenn Ihr noch keinen habt, könnt Ihr den hier Acrobat Reader downloaden.

 

 

 

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Sitzbanköffnung

Wer hat sich noch nicht darüber geärgert, wenn er mit vollen Händen die Sitzbank seines Runners mit einer Hand öffnen wollte. Ich habe mich jeden Morgen darüber geärgert. Serienmäßig braucht man Grundsätzlich beide Hände um an das Helmfach zu gelangen. Eine um den Schlüssel zu drehen und die andere um damit gleichzeitig die Sitzbank hoch zu ziehen. Damit ist jedoch jetzt Schluss. Die Lösung des Problems ist zum einen super günstig und zum anderen selbst von demjenigen durchzuführen, dem zwei linke Hände mit ins Leben gegeben wurden.

Materialbedarf: 2-4 Dichtungen oder O-Ringe ! (Beispiel siehe Bild)

Am hinteren Ende der Sitzbank befinden sich auf der Innenseite zwei Gummipuffer (liegen auf dem Bild neben den Dichtungen in der Hand), die ohne Probleme aus der Sitzbank herausgezogen werden können. Nun werden die Dichtungen über den Zapfen  des Puffers gelegt und dieser wieder in die Sitzbank geschoben. Hierdurch steht die Sitzbank im geschlossenen Zustand geringfügig unter Spannung. Nun kann die Bank mit einer Hand geöffnet werden. Bei rumdrehen des Schlüssels springt sie etwas (jedoch nicht oder nur schwach wahrnehmbar) nach oben, so dass die Bank nicht mehr verriegelt ist und mit der Schlüsselhand auch geöffnet werden kann. Kleine Sache mit dem oho Effekt. Probiert es aus, es klappt garantiert. Bei meinem Runner musste ich an jeder Seite zwei der gezeigten Dichtungen unterlegen, dann funktionierte das ganze Einwandfrei.

 

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Variomatik

Die Variomatik ist ein rein mechanisches System, das das Übersetzungsverhältnis unter Ausnutzung von Fliehkraft stufenlos verstellt. Die Variorollen bzw. das Gewicht der Variorollen spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Je höher die Drehzahl und das Gewicht der Rollen, desto höher ist auch die Zentrifugalkraft der Rollen. Durch diese Zentrifugalkraft werden die Variorollen nach außen geschleudert und drücken die vordere Riemenscheibe immer weiter, stufenlos, zusammen. Hierdurch verändert sich die Laufbahn des Keilriemens, der somit auf der Kegelscheibe weiter nach außen wandert. Im Stand befindet sich der Keilriemen auf der vorderen Riemenscheibe ganz unten und auf der hinteren Kegelscheibe ganz außen. Da der Keilriemen in der Länge nicht flexibel ist, drückt er die hintere Kegelscheibe auseinander und wandert somit nach innen. Das dieser Effekt nicht zu früh Eintritt verhindert die hinter der Kupplung sitzende Gegendruckfeder. Bei der Höchstgeschwindigkeit hat sich somit die Stellung des Keilriemens genau entgegengesetzt. Die Kupplung hat in diesem Zusammenhang die Aufgabe, das der Vortrieb erst ab einer bestimmten Umdrehungszahl des Keilriemens einsetzt. Ohne Kupplung würde sich der Roller permanent voranschieben.

Hier zwei Bilder der Variomatik:

Variomatik Piaggio / Gilera und die Malossi Multivar 2000 (o. Gegendruckfeder).

   

 

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Variorollen

Im 180er Runner sind standardmäßig Rollen in der Größe 20 x 17 mit 14,6 Gramm verbaut. Im Original laufen diese Rollen in etwas Schmierfett. Ein supernetter Surfer hat mir zum Thema Variorollen und Fett vor kurzem die folgenden Zeilen geschrieben:

"Über den Hersteller der Rollen streiten sich die Geister. Sowohl Polini als auch Malossi haben beide sehr gutes Material und unterscheiden sich eigentlich nur im Preis. Ich würde erst mal die Malossi ausprobieren und wenn unzufrieden dann die Polini. Wichtig: Alle Rollen unbedingt auf einer digitalen Briefwaage nachwiegen da hier teilweise Fertigungstoleranzen auftreten.
Zum Thema fetten streiten sich die Geister immer ein wenig. Die einen sagen man braucht es, die anderen man braucht es nicht. Ich habe beim letzten mal ein wenig normales Schmierfett in die Rollen reingetan und es hat nicht geschadet. Ein Vorteil könnte sein das der Abrieb der Rollen sich nicht direkt auf dem Metall ablagert, sondern erst im Fett und das bekommt man mit Bremsenreiniger wieder locker raus (und den Dreck dazu)."

Ich habe mich neulich mit einem Piaggio Mechaniker über das Thema Fett unterhalten. Er hat mir von einfachem (billigem) Schmierfett abgeraten. Das Fett sollte selbstverständlich unter Hitze nicht so Flüssig werden, das es wegläuft und im kalten Zustand nicht zu hart werden und schon gar nicht verklumpen. Er hat mir eine kleine Dose mit speziellem Fett für die Variorollen für ca. 2,50 € verkauft, das er auch in seinem Service verwendet. In der Ausgabe 2/2001 der Zeitschrift SCOOTER & Sport befindet sich ein Artikel, der sich ausgiebig mit dem Thema Variorollen beschäftigt. Dort wird ein Hochdruckfett auf Lithiumbasis empfohlen, mit dem die gesäuberten Rollenlaufbahnen wie eine Kuchenform eingeschmiert werden.

Zwischenzeitlich habe ich einen Rollentausch durchgeführt. Ich habe mich zunächst für die 14,0 g HT Rollen von Malossi entschieden. Meine Meinung zu den Rollen (die in dem o.g. Fett laufen werden) werde ich nach der ersten Probefahrt im Tagebuch 2001 bekannt geben.

Generell sollte bedacht werden, andere Rollengewichte ändern nichts an der Höchstgeschwindigkeit, da am Übersetzungsverhältnis keine Änderung erfolgt. Zu leichte Gewichte können die Topspeed sogar verringern, da unter Umständen der Keilriemen nicht mehr ganz nach außen wandert.

 

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Variomatik - Demontage

Zur Demontage der Variomatik sollte man auf jeden Fall ein Haltewerkzeug für die fordere Riemenscheibe bereithalten. Die Kosten für das Haltewerkzeug, das von allen Versendern angeboten wird, liegen bei rd. 7,50 €. Da die Mutter mit der die Riemenscheibe auf der Kurbelwelle befestigt ist sehr fest angezogen ist (siehe Anzugsmomente), sollte zum  Blockieren der Kurbelwelle mit einem sog. Kolbenstopper der in den Zündkerzensitz eingeschraubt wird, ein weiter Bogen gemacht werden, um dem Kolben nicht zu  beschädigen. Das Blockieren der Riemenscheibe mit einem Schraubenzieher gestaltet sich ebenfalls ziemlich mühselig und ist auch nicht zu Empfehlen. 

Vor der Demontage sollten der Roller gereinigt werden, damit eventuell herabfallender Schmutz nach der Montage keinerlei Schäden anrichten kann. Für die Demontage müssen erst der Kickstarter und die Seitendeckel entfernt werden. Hierbei kann und sollte der Sprengring, der von außen Sichtbar auf der Kickstarterwelle sitzt unbedingt in seiner Nut verbleiben, da die Kickstartermechanik fest in dem Seitendeckel verbaut ist. Ein vorschnelles Entfernen, wird mit einiger mühseliger Arbeit belohnt, den Sprengring wieder richtig in die hierfür vorgesehene Nut zu bekommen. Also unbedingt die Finger davon lassen. Nachdem die beiden Seitendeckel entfernt sind ist der Variator frei zugänglich. Gilera hat bei den neueren Runner Modellen einen geänderten Seitendeckel verbaut (siehe nächstes Foto). Um diesen zu entfernen, muss die Kuppungsglocke mit einem flachen möglichst stumpfen Gegenstand (es geht auch ein Schraubendreher) durch ein Loch im Seitendeckel blockiert werden. Dann kann die neue, nun außerhalb des Seitendeckels liegende Kupplungsmutter gelöst werden.

Das Haltewerkzeug (im kommenden Bild mit rotem Aufkleber) wird zum Blockieren der Kurbelwelle an der linken oberen Seite in die Verzahnung der Riemenscheibe gelegt und mit  Seitendeckelschrauben verschraubt. 

Nun kann die Riemenscheibenmutter von der Kurbelwelle gelöst werden und die fordere Riemenschreibe abgezogen werden. Nun ist auch der Variator frei zugänglich und kann von der Kurbelwelle abgezogen werden. Es ist eventuell erforderlich beim Abziehen des Variator etwas Kraft einzusetzen.

   


Nachdem der Variator von der Kurbelwelle abgezogen können die drei Kreutzschlitzschrauben auf der Rückseite des Rollenkäfigs entfernt werden und der Variator geöffnet werden. Die Variorollen können nun entnommen werden. Zum Thema Rollen in Fett siehe
Variorollen. Sollten die Rollen in Fett eingesetzt sein, so empfiehl es sich den Variator mit Bremsenreiniger gründlich zu säubern, bevor neue Rollen verbaut werden. Bei dieser Gelegenheit lässt sich auch der zustand des Keilriemens überprüden. Die Verschleißgrenze liegt bei einer minimalen Keilriemenbreite von 20,5 - 21 mm.

Bitte Beachten!
Gilera schreibt vor, dass nach jeder Demontage des Variators immer eine neue Riemenscheibenmutter verwendet wird, die mit Loctite Schraubensicherung eingesetzt werden soll (ca. 5 € beim Händler). Das Drehmoment der Befestigungsmutter ist zu beachten. Die folgende ausführliche Begründung, warum die Mutter stets erneuert werden sollte hat Günter in mein Forum gegeben: 

"Die alte Mutter oder eine andere passende mit Loctite zu verwenden hält wahrscheinlich auch. -Eben nur wahrscheinlich-. Die Begründung stellt sich fachlich gesehen wie folgt dar: Eine neues Mutterngewinde verformt sich innerlich beim Anziehen mit dem hohen Drehmoment ganz gering (gilt für alle Schrauben und Muttern). D. h. bei gleichem Drehmoment dreht sich die die Mutter immer ein ganz kleines bisschen weiter und verliert so mit der Zeit ihre Festigkeit. Bei der Variomutter des Runners ist sogar ein vorgeformter Spannring aufgepresst, der angezogen mit vorgegebenem Drehmoment durch die steigende Auflagefläche eine hohe Flächenpressung erreicht. Bei einer gelaufenen Mutter ist diese viel niedriger. Die Schraube hält mit Loctite, aber der Anpressdruck ist niedriger. Dies müsste durch ein höheres Drehmoment ausgeglichen werden. Und dann gibt irgendetwas nach- die Mutter oder das Kurbelwellengewinde! (Anmerkung von Rainer: oder aber die Kurbelwelle bricht, wie bereit bei einigen passiert!) Man darf die enormen Wechselkräfte und Dehnungen durch Erwärmung auf die Mutter nicht unterschätzen. Wenn Sie nachgibt sind die 2,50 € im Vergleich zum Totalschaden Peanuts."

Danke Günter!

 

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Vergasertechnik und -einstellung

Zur Technik des Vergasers habe ich auf Calli´s Motorrad Seiten einen interessanten Bericht gefunden:

Die Technik des Vergasers

Hier ergänzend noch die technische Daten des Mikuni Vergasers VM 20 des Runner FXR:

Venturi Luftdüse Ø 20
Hauptdüse 97,5
Luftbohrung max: Ø 1,5
Leerlaufdüse 27,5
Luftbohrung min. Frei
Vorverstäuber (Kennzeichen) D9/426
Konische Nadel 3DJ8
Stellung Nadel Zacken von oben 3
Gasventil (Kennzeichen) 3,0
Starterdüse g.s.40
Progressionsbohrungen 1,2
Benzinstand vom Wannenboden 6,5 ± 0,5
Einstell. Luft Leerlauf offen bei Umdreh. 1 ¼

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Werkstatthandbuch

Ein Werkstatthandbuch gibt es beim Piaggio Händlers und ist wie ein  E-Teil zu bestellen. Die Bestellnummer bzw. Ersatzteilnummer des Handbuches für FX und FXR lautet: UU578367. Der Preis hierfür soll bei ca. 21,50 € liegen. Bei eBay wird auch schon mal 42 € dafür gezahlt (welch ein Wahnsinn !!!) Markus schrieb mir, dass er das Handbuch über Zweirad Weitensteiner bezogen hat. Wartezeit rd. 2 Wochen und knapp 29,00 € inkl. Versand.

Chris berichtete im Forum über das original Gilera Handbuch:
Das Werkstatthandbuch ist sehr interessant. Alles wissenswerte über den FX/ FXR 125/ 180 steht drin, insbesondere alle Schaltpläne, Explosionszeichnungen, Anzugsmomente, Wartungsarbeiten usw.
Für den Motor gibt es ein extra Handbuch, in meinem ist nur beschrieben, wie er korrekt ein-/ ausgebaut wird. Ist sehr lohnenswert (z.B. wenn man wissen will, wie man eine Bremse korrekt entlüftet, eine Gabel ausbaut, oder den Vergaser richtig säubert und danach justiert).

Von einem Handbuch für VX und VXR habe ich bislang noch nichts gehört.

 

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Winterschlaf

Ein Roller überwintert generell am besten, wenn er vorher gründlich gereinigt wurde und möglichst alle Schänden vor dem Einmotten repariert wurden. Auf jeden Fall sollte die Batterie ausgebaut und trocken gelagert werden. Regelmäßiges laden nicht vergessen oder aber ein Ladegerät mit Erhaltungsladung benutzen. Beim Laden der Batterie immer auf ausreichende Lüftung achten und die Stopfen der Zellen öffnen, damit die Gasung entweichen kann. Vor dem Laden auch immer auf den Säurestand prüfen und gegebenenfalls  destilliertes Wasser auffüllen; bei gebrauchten Batterien nie Batteriesäure einfüllen. Der Kunststofftank des Runners sollte dem Kunststoff zur liebe entleeret werden. Fahrzeuge mit einem Metalltank sollten, um eine Rostbildung zu vermeiden, immer ganz voll getankt werden. Den Vergaser vollkommen entleeren. Unten an der Schwimmerkammer des Mikuni Vergasers befindet sich eine kleine Kreuzschlitzschraube. Diese leicht lösen und die Schwimmerkammer entleert sich über den Überlaufschlacht. Lasst aber bitte das Benzin nicht achtlos ins freie Laufen, sondern fangt es auf !!
Auch der Motor sollte Winterfit gemacht werden. Hierzu den Zündkerzenstecker abziehen und Zündkerze ausbauen.
Etwas 2 - Takt Öl in den Brennraum geben, Zündkerze wieder leicht einschrauben und dann den Kickstarter mehrmals durchtreten um das Öl gut zu verteilen. Die Kunststoffteile mit einem Kunststoffpflegemittel behandeln, alle Lack und Chromteile mit einer Politur oder Hartwachs pflegen. Die Gummiteile bleiben den Winter über geschmeidig, wenn sie beispielsweise mit Silikonspray behandelt werden.  Um ein Plattdrücken der Reifen zu vermeiden, sollte der Reifendruck um ca. 0,2 - 0,5 bar erhöht und der Roller auf dem Hauptständer aufgebockt werden. Am besten steht der Roller, wenn beide Räder keinen Kontakt zum Boden haben. Dies erreicht man beispielsweise, wenn man das Hinterrad mit einem Hammerstiel, unter der Triebsatzschwinge etwas nach oben drückt.

Und wenn die Sonne wieder Lacht wird Ausgemottet:

Fortsetzung folgt!

 

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Zündzeitpunkt

Zur Kontrolle des Zündzeitpunktes ist der Gummiverschluss an der Schwungsradabdeckung zu entfernen. Beim Messen des Zündzeitpunktes mit einer Stroboskoplampe muss die Vorverstellung des Zündzeitpunktes 9° vor OT bei 1.500 U/Min und 22° vor OT bei 7.500 U/Min betragen. Vor der Kontrolle des Zündzeitpunktes ist zu Überprüfen, ob das Schwungrad richtig auf der Kurbelwelle verkeilt ist.

 

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Zündkerze

Die Zündkerze wandelt die Hochspannung, die die Zündspule erzeugt, in einen Zündfunken um. Dieser Zündfunke entzündet im Brennraum das durch den Vergaser erzeugte Benzin-Luft Gemisch. Damit das Gemisch optimal verbrannt wird sollte darauf geachtet werden, das immer Zündkerzen gefahren werden, die den geforderten Wärmewert haben. Der Wärmewert der Zündkerze sagt aus wie heiß die Zündkerze wird. Grundsätzlich gilt, je kleiner der Wärmewert einer Kerze ist, desto heißer wird sie. Durch eine Zündkerze mit zu geringem Wärmewert können unerwünschte Glühzündungen entstehen die zu einer zusätzlichen thermischen Belastung führen. Andererseits verschmutzen Kerzen mit einem höheren Wärmewert schneller. Im 180er Serien 2Takt Runner können lt. Hersteller die folgenden Zündkerzen eingesetzt werden: NGK B 9-ES (oder auch BR 9-ES), Bosch WR 3 CC, Champion RN 2C, BERU 14Z-3CU. Der Elektrodenabstand sollte ca. 0,6-0,7 mm betragen. Das Anzugsmoment der Zündkerze beträgt 25 - 30 Nm.

Zündkerzenbild:

Am Zündkerzenbild lässt sich ablesen, ob der Motor zu Fett (zuviel Benzin) oder zu mager läuft. Die Kraftstoffmenge im Benzin-Luft Gemisch bei Vollgas wird über die Größe der Hauptdüse gesteuert. Kleinere Düse - weniger Kraftstoff, größere Düse - mehr Kraftstoff.

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schwarze trocken verrußte Kerze: zu fettes Gemisch oder verschmutzter Luftfilter

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schwarze nass-ölige Kerze: zuviel Öl

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weiß-graue trockene Kerze: Luftanteil zu Hoch, der Motor wird zu heiß

Ideal ist ein trockenes, rehbraunes Kerzenbild. 

 

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Für die Richtigkeit und die Vollständigkeit der gemachten Angaben kann ich keine Gewähr übernehmen.